HOLZBAU – ELEMENTBAUWEISE | LEICHTBAUWEISE MIT HOLZ

07.02.2017.

Die Leichtbauweise ist eine der ältesten Bauweisen der Menschheit. Das Grundprinzip ist seit Jahrtausenden gleich geblieben: ein stabiles Grundgerüst aus Holz wird mit Tierhäuten oder Stoffen bespannt, mit Lehm oder Steinen ausgefüllt oder mit Latten oder Platten beplankt. Angesichts der in den letzten Jahren wachsenden Zahl von Bauelementen aus Holz, ist die Leichtbauweise wirtschaftlich und nachhaltig, da sie sparsam mit dem Rohstoff Holz umgeht. Mittlerweile wurden auch Lösungen für die nicht gut funktionierenden Bereiche des traditionellen Fachwerkbaus sowie des Fertighausbaus der 1950er bis 1970er Jahre gefunden.

Moderne Holzskelett- bzw. Holzrippenbauten können alle Anforderungen der Bauphysik und des Wohnkomforts weitgehend erfüllen: hohe Standsicherheit, Feuchte-, Schall- und Brandschutz sowie gute Wärmedämmung und -speicherung. Lediglich hinsichtlich der Reduzierung elektromagnetischer Wellen müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden.
Mit den richtigen Baustoffen lässt sich in Holzhäusern in Leichtbauweise ein sehr gesundes Raumklima erreichen.
Voraussetzungen dafür ist

  • die Holzqualität und die richtige Lagerung, um Schäden durch eine zu hohe Holzfeuchte zu vermeiden
  • der weitgehende Verzicht auf chemischen Holzschutz sowie
  • die Berücksichtigung der Grundprinzipien des konstruktiven Holzschutzes.

Zudem können bei der Leichtbauweise viele Baustoffe eingesetzt werden, die nicht mit Wasser aufbereitet werden, was das Verkeimungsrisiko aufgrund von Restfeuchte reduziert. Bei der Auswahl von Bauplatten für die Beplankung des Ständerwerks oder den Innenausbau ist auf das verwendete Bindemittel und eventuelle schädliche Emissionen zu achten. Der Aufbau von Wand- und Dachkonstruktionen muss luft- und winddicht sein, um den Eintrag von Fasern aus der Dämmebene in den Innenraum und von Feuchtigkeit in die Konstruktion zu vermeiden.

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